Kann China das 5%-Ziel beim Wachstum erreichen?

Das von der chinesischen Führung für dieses Jahr anvisierte Wachstumsziel von „rund 5 %“ ist erneut ehrgeizig.

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Tommy Wu

Commerzbank Economic Research

17.03.2025

Trotz der hohen Investitionen zur Ankurbelung der Hightech-Wirtschaft hat diese noch nicht in ausreichendem Maß zu Wachstum und Beschäftigung beigetragen. Chinesische Unternehmen werden daher erneut auf eine Steigerung der Exporte setzen. Dies könnte jedoch angesichts möglicher Gegenmaßnahmen der Handelspartner schwierig werden.

Wachstumsziel bleibt bei 5 %

Auf der Jahrestagung des Nationalen Volkskongresses (NPC), die Anfang März stattfand, legten die chinesischen Entscheidungsträger zum dritten Mal in Folge für dieses Jahr ein Wachstumsziel von „etwa 5 %“ fest. Der Schwäche von Konsum und Privatinvestitionen – eine Folge des anhaltenden Abschwungs im Immobiliensektor und des angeschlagenen Wirtschaftsvertrauens – sorgt hier aber für Gegenwind. Um das Ziel zu erreichen, muss die Inlandsnachfrage in Gang kommen.

... obwohl sich der Immobiliensektor immer noch im Abschwung befindet ...

Chinas Immobilienkrise geht ins vierte Jahr. Der Anteil des chinesischen Immobiliensektors, der in Spitzenzeiten ein Viertel der Wirtschaft ausmachte, ist dabei auf weniger als ein Fünftel des BIP gesunken. Zwar gibt es dank der verschiedenen Maßnahmen der Zentralregierung und der Kommunalverwaltungen Anzeichen dafür, dass sich der Immobilienmarkt in Großstädten stabilisiert. Ein internationaler Vergleich auf der Grundlage der Immobilienpreise deute aber darauf hin, dass der Abschwung auf dem chinesischen Immobilienmarkt noch vier bis zehn Quartale anhalten könnte. Es ist daher davon auszugehen, dass der Immobiliensektor auch in diesem Jahr das Wachstum bremsen wird.

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